Erst den eigenen Mindestbedarf festlegen
Notieren Sie die Funktionen, ohne die das Konto seinen Zweck nicht erfüllt. Das können eine bestimmte Karte, regelmäßige Bargeldeinzahlungen oder ein gewünschter Freigabeweg sein. Ein Tarif ohne diese Leistung fällt vor der Preisrechnung aus der engeren Auswahl.
Verwenden Sie für die Häufigkeit der Vorgänge möglichst Ihre vorhandenen Auszüge. Wer Bargeld nur selten abhebt, erhält eine andere Rechnung als jemand mit mehreren kleinen Auszahlungen pro Woche.
Unterscheiden Sie außerdem Hauptkonto und zusätzliche Reserveverbindung. Bei einem zweiten Konto fehlt möglicherweise der regelmäßig ausreichende Eingang, der einen beworbenen Null-Euro-Preis erst ermöglicht.
Den Jahrespreis aus wenigen Bausteinen zusammensetzen
Der feste Kontogrundpreis bildet die erste Position. Danach kommen Karten und die häufig genutzten Einzelvorgänge. Rechnen Sie enthaltene Leistungen nicht erneut als Einzelpreis ein.
Eine zusätzliche Karte für einen Euro im Monat verursacht zwölf Euro im Jahr. Eine einzelne Zusatzleistung für drei Euro, die zehnmal gebraucht wird, kostet weitere dreißig Euro. Diese einfachen Beträge können einen kleinen Unterschied beim Grundpreis bereits überwiegen.
Die Beispiele beschreiben eine Rechenmethode und keinen bestimmten Banktarif. Für den tatsächlichen Vergleich werden die aktuell vereinbarten Preise der ausgewählten Konten eingesetzt.
| Rechenbaustein | Eigener Ansatz |
|---|---|
| Kontoführung | Zwölf Monatsbeträge beziehungsweise tatsächlich kostenpflichtige Monate |
| Zusatzkarten | Jahrespreis aller wirklich benötigten Karten |
| Bargeld außerhalb freier Vorgänge | Erwartete Anzahl mal Einzelpreis |
| Weitere übliche Leistungen | Regelmäßige eigene Nutzung mit passendem Preis |
| Einmaliger Startbonus | Separater Vorteil im ersten Jahr, kein Dauerpreis |
Kontomodelle zum Thema
norisbank
Top-Girokonto
0 € Grundpreis unter 30 Jahren oder bei 500 € monatlichem Eingang
Zum Angebot →Voraussetzungen und konkreten Leistungsumfang im Antrag kontrollieren.
C24 Bank
C24 SMART
0 € monatlicher Grundpreis ohne Mindesteingang
Zum Angebot →Voraussetzungen und konkreten Leistungsumfang im Antrag kontrollieren.
Bedingte Kostenfreiheit mit möglichen Fehlmonaten rechnen
Beim norisbank Top-Girokonto entfällt das Kontoführungsentgelt unter 30 Jahren oder ab 500 Euro monatlichem Geldeingang. Wird die Eingangsgrenze ohne Altersbefreiung verfehlt, kostet der betroffene Monat 3,90 Euro.
Für einen persönlichen Vergleich können Sie deshalb etwa einen oder zwei realistisch erwartete Fehlmonate ansetzen. Das ist aussagekräftiger als die Annahme, dass jeder Monat unverändert dem besten Monat des Vorjahres entspricht.
Ist die Bedingung problemlos erfüllt, kann ein bedingtes Konto ebenso günstig passen. Der Unterschied liegt im eigenen Zahlungsprofil und nicht allein darin, ob das Angebot mit kostenlos beworben wird.
Ein Modell ohne Eingangshürde als Vergleichspunkt verwenden
C24 Smart wird ohne Kontoführungsentgelt und ohne monatliche Eingangsvoraussetzung angeboten. Damit lässt sich ein Konto vergleichen, dessen Grundpreis nicht wegen eines ausgebliebenen Monatsbetrags steigt.
Auch hier wird der restliche Nutzungsumfang separat betrachtet. Vier freie Auszahlungen im Monat passen beispielsweise nicht automatisch zu jeder gewünschten Abhebezahl. Zusatzvorgänge und mögliche Betreiberentgelte werden weiterhin geprüft.
Das Ergebnis ist eine konkrete Gegenüberstellung zweier vollständiger Nutzungssituationen. Ein bedingungsloser Grundpreis allein erklärt noch nicht, welches Konto für eine Person mit speziellen Anforderungen am günstigsten ist.
Prämien und Zinserträge neben die Kostenrechnung stellen
Eine Eröffnungsprämie kann den Anfang finanziell verbessern. Sie wird jedoch nur berücksichtigt, wenn die persönlichen Teilnahmevoraussetzungen tatsächlich erfüllt werden. Ein beworbener Maximalbetrag ist keine sichere Zahlung an jeden Antragsteller.
Für das zweite Jahr entfällt dieser einmalige Vorteil normalerweise. Vergleichen Sie deshalb den Start und den späteren Normalbetrieb in getrennten Zeilen. So wird sichtbar, ob ein kurzfristiger Gewinn durch spätere laufende Kosten aufgebraucht werden kann.
Guthabenzinsen und Cashback hängen ebenfalls von weiteren Voraussetzungen ab. Sie sollten nicht pauschal als sicherer Ersatz für wiederkehrende Entgelte angesetzt werden.
Eine kleine Preisersparnis mit dem tatsächlichen Wechselaufwand abwägen
Stellen Sie dem berechneten Jahresvorteil die einmalige Umstellung gegenüber. Dazu gehören Zahlungspartner, neue Karten und die Kontrolle der ersten Buchungen. Die bestehende Verbindung wird nicht vorzeitig geschlossen.
Prüfen Sie auch, ob ein interner Modellwechsel die gleiche Verbesserung erreichen kann. Klären Sie dabei die verbleibenden Karten und Vertragsleistungen konkret ab.
Bewahren Sie Ihre Rechnung auf. Sobald sich eine Preisbedingung oder ein wichtiger eigener Vorgang ändert, kann sie schnell angepasst werden. So bleibt das günstigste Konto eine überprüfbare persönliche Entscheidung.
Häufige Fragen: Das günstigste Girokonto für den eigenen Jahresbedarf berechnen
Ist das Konto mit dem kleinsten Grundpreis immer am günstigsten?
Zusätzliche Karten und regelmäßig genutzte Einzelvorgänge können die Reihenfolge verändern.
Wie werden unsichere Eingangsvoraussetzungen berücksichtigt?
Rechnen Sie realistische kostenpflichtige Monate statt ausschließlich den günstigsten Normalfall.
Gehört ein Neukundenbonus in die langfristige Jahresrechnung?
Er wird als einmaliger Startvorteil getrennt von den späteren laufenden Kosten erfasst.
Warum brauche ich eine Liste unverzichtbarer Funktionen?
Nur tatsächlich nutzbare Angebote lassen sich sinnvoll nach ihrem Preis vergleichen.
